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Was ist Messing? Zusammensetzung, Eigenschaften und Verwendung

Was ist Messing? Messing Fittings, Ventile und Rohre aus Messing in einer Werkstatt

Was ist Messing? Messing ist überall: im Türgriff an der Haustür, in der Wasserarmatur im Bad, im Ventil an der Heizung und im Mundstück einer Trompete. Trotzdem können die wenigsten genau sagen, was sich hinter dem goldfarbenen Metall verbirgt. Die Antwort ist einfacher, als viele denken: Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Wie hoch der Zinkanteil ausfällt, bestimmt Farbe, Härte und Verwendungszweck – und am Ende auch, was Messingschrott beim Händler einbringt.

Was ist Messing? Woraus besteht es genau?

Die Grundlage bilden immer zwei Metalle: Kupfer und Zink. Je nach Sorte liegt der Zinkanteil zwischen etwa 5 und 45 Prozent, der Rest ist Kupfer. Genau dieses Mischungsverhältnis entscheidet darüber, wie sich das Material verhält: Viel Zink macht Messing härter und heller, viel Kupfer sorgt für einen wärmeren, rötlicheren Ton.

Die bekannteste Sorte im Alltag ist das sogenannte Automatenmessing, kurz MS 58 oder nach Norm CuZn39Pb3. Es besteht aus rund 58 Prozent Kupfer, 39 Prozent Zink und etwa 3 Prozent Blei. Das Blei hat einen praktischen Grund: Es macht das Material auf der Drehbank extrem gut zerspanbar. Deshalb bestehen unzählige Drehteile, Fittings und Armaturenkörper genau aus dieser Legierung.

Daneben gibt es Sorten mit wenig oder ohne Blei, zum Beispiel MS 63 (CuZn37). Sie lassen sich besser umformen und werden zu Blechen, Drähten oder Patronenhülsen verarbeitet. Für besonders beanspruchte Teile – etwa Schiffsschrauben oder Lagerbuchsen – kommen Sondermessinge mit Zusätzen wie Aluminium, Silizium oder Mangan zum Einsatz.

Die wichtigsten Eigenschaften von Messing

Was Messing seit Jahrhunderten so beliebt macht, ist eine Kombination aus Eigenschaften, die kaum ein anderes Metall in dieser Form bietet:

Messing, Bronze oder Rotguss – wo liegt der Unterschied?

Die drei werden ständig verwechselt, dabei ist die Unterscheidung simpel. Sie hängt davon ab, womit das Kupfer legiert wurde: Messing ist Kupfer plus Zink und hat einen gelblichen, goldartigen Ton. Bronze ist Kupfer plus Zinn und wirkt deutlich rötlicher. Rotguss enthält Kupfer, Zink und Zinn, liegt farblich dazwischen und wird vor allem für Armaturen und Pumpengehäuse gegossen.

Für den Alltag ist der Unterschied vor allem beim Verkauf von Messingschrott wichtig: Händler zahlen für sauber getrennte Sorten mehr als für gemischtes Material, und Bronze oder Rotguss werden anders bewertet als Messing.

Was ist Messing? Wofür wird es verwendet?

Kaum ein Metall steckt in so vielen verschiedenen Produkten. Im Sanitär- und Heizungsbau bestehen Armaturen, Fittings, Ventile und Verschraubungen meist aus Messing – es ist dicht, korrosionsbeständig und lässt sich präzise bearbeiten. In der Musik geben Blechblasinstrumente wie Trompete, Posaune und Saxophon dem Material sogar seinen Namen. Die Elektrotechnik nutzt Messing für Klemmen, Stecker und Kontakte. Dazu kommen Münzen, Türbeschläge, Uhrengehäuse und Patronenhülsen aus MS 63.

Die Faustregel lautet: Wo Metall gut aussehen, lange halten und sich exakt bearbeiten lassen muss, ist Messing oft die erste Wahl.

Was ist Messing? Häufige Fragen

Hier beantworten wir kurz die häufigsten Fragen zum Thema „Was ist Messing?“ – von den Eigenschaften bis zum Schrottwert.

Ist Messing magnetisch?

Nein. Messing ist nicht magnetisch – ein Magnet bleibt nicht haften. Das ist übrigens der schnellste Test, um Messingteile von vernickeltem Stahl zu unterscheiden.

Rostet Messing?

Nicht im klassischen Sinn: Messing rostet nicht wie Eisen. An der Luft bildet es eine dünne Oxidschicht, in feuchter Umgebung kann eine grünliche Patina entstehen. Beides lässt sich wegpolieren – darunter kommt wieder das goldfarbene Metall zum Vorschein.

Woran erkenne ich echtes Messing?

An der Farbe (gelblich-golden), am Gewicht (mit rund 8,4 Gramm pro Kubikzentimeter deutlich schwerer als Aluminium) und am Klang: Schlägt man zwei Messingteile aneinander, klingen sie hell und klar. Im Zweifel hilft der Magnettest oder ein Blick auf gestempelte Bezeichnungen wie „MS 58“.

Kann man Messingschrott verkaufen?

Ja – Messing gehört zu den Buntmetallen mit stabilem Schrottwert. Wie viel genau gezahlt wird, hängt von Sorte, Menge und Tagespreis ab. Einen Überblick geben die tagesaktuellen Messingpreise pro Kilo, und mit dem Messing-Preisrechner lässt sich der ungefähre Erlös vorab schätzen.

Messing verkaufen: Was ist Messing wert?

Wer alte Armaturen, Fittings, Rohre oder Bleche aus Messing übrig hat, sollte sie weder im Restmüll entsorgen noch verschenken. Messingschrott hat einen echten Materialwert, der sich täglich mit dem Kupferpreis bewegt. Die Richtwerte auf unserer Startseite werden jeden Tag aktualisiert und zeigen, wo die Preise gerade stehen.